Klaus Kamlot

Kultur

Klaus Kamlot

Schon als Musikschüler lernten meine Schwester und ich ihn kennen. Ich war gerade mal 6 Jahre alt. Er unterrichtete Akkordeon …

Birgit Schneider 15. Dezember 2023 Aktualisiert: 28. Januar 2024

Schon als Musikschüler lernten meine Schwester und ich ihn kennen. Ich war gerade mal 6 Jahre alt. Er unterrichtete Akkordeon an der Musikschule und wir waren Schüler. Wir erhielten Geigenunterricht. Für uns war er eine Respektsperson.


Mit dem Akkordeon begleitete er uns zu vielen kleinen Konzerten. Im Kindergarten, zum Schülerkonzert der 1. und 2. Klasse war er immer mit dabei.


Als wir die Musikschule beendet hatten verloren wir Klaus aus den Augen. 1991 gründete sich die Chorgemeinschaft. Kurz danach trafen sich die Sängerinnen und Sänger zu einem Sommerfest bei meiner Schwester, die bereits im Chor sang. Dabei merkte ich, wie sehr mir das Singen gefehlt hatte. Ich beschloss, mich dem Chor anzuschließen.


Nun trafen wir Klaus wieder regelmäßig dienstags zum Chor, zu Probenwochenenden und Konzerten. Er verfügte über viele Kontakte, die den Chor ungemein bereicherten und anspornten. Seine Arbeit als Vereinsvorsitzender und sein musikalischer Rat prägten den Chor sehr stark.


Wir schätzten Klaus in den vielen gemeinsamen musikalischen Jahren sehr und haben es genossen, wenn er zu geselligen Abenden am Klavier saß und wir gemeinsam in einem seiner Notenbücher blätterten und einen Titel nach dem anderen trällerten. Gern verbrachte der Chor auch das Probenwochenende in der Heimvolkshochschule in Bad Kösen. Natürlich wurde nach dauerhaften intensiven Proben mit viel Gesang und literarischen Einlagen gefeiert. Klaus war zu jeder »Schandtat« bereit! Das Klavier leistete an diesen Tagen Überstunden. Er spielte sich die Finger wund und wir hatten Spaß.


Manchmal gingen die »Pferde« mit ihm durch und er spielte einfach darauf los und übersah unsere Chorleiterin. Es war für ihn solch ein Vergnügen, dass er alles um sich vergaß.


Klaus war ein Genie am Klavier. Er betrachtete die Musik als Lebenselixier und schöpfte daraus viel Kraft. Bis zuletzt kam er zu jeder Probe, sang mit uns und begleitete viele Titel am Klavier. Er trotzte seiner schweren Krankheit.


Klaus fehlt uns sehr, als Vertrauter, Sänger und Pianist. Ein Musikliebhaber, der im Gesang sowie am Klavier so großartig war.

Sein Platz am Klavier bleibt nun leer.

Danke für alles.

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