Mittels eines Stadtratsantrages soll die Verwaltung der Stadt Leipzig beauftragt werden, »ein Gestaltungskonzept für die kommunalen Flächen des Sommerfelder Dorfangers (Arnoldplatz) unter frühzeitiger Beteiligung der ortsansässigen Bürgerschaft, der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Engelsdorf-Sommerfeld-Hirschfeld und des Ortschaftsrates Engelsdorf zu erarbeiten«.
Ein Ergebnis in Form eines Gestaltungskonzeptes soll bis Ende des I. Quartals 2023 vorliegen und nachfolgend umgesetzt werden, damit der Anger an Attraktivität gewinnt und somit die Bürger zum Verweilen einlädt.
Hintergrund
Die zur Ortschaft Engelsdorf gehörige Ortslage Sommerfeld entstand im 12. Jahrhundert als Straßenangerdorf deutscher und niederländischer Bauern. Über Jahrhunderte hinweg prägten kleine Weiher auf einer langgestreckten Grünfläche die Ortsmitte Sommerfelds. Erst im Jahre 1928 wird der Sommerfelder Dorfanger (Arnoldplatz) grundlegend umgestaltet. Es entsteht ein Schmuckplatz mit Teichanlage und Springbrunnen, abgerundet durch bunte Blumenrabatten, Sitzgelegenheiten und Wege. Der Sommerfelder Dorfanger gehörte in dieser Zeit zu den schönsten Plätzen der Umgebung.
Im Zuge des Zweiten Weltkrieges blieb auch Sommerfeld von Bombenangriffen nicht verschont. Im Jahre 1943 werden neben der Wiesenstraße, der Kirche, der großen Feldscheune des Ratsgutes, dem Fortuna-Palast und dem Holzlager der Firma Gustav Petermann, auch der Arnoldplatz teilweise zerstört. Nach Kriegsende wurde ein Großteil der Sommerfelder Teichanlage auf dem Arnoldplatz mit Kriegstrümmern verfüllt. Zu DDR-Zeiten diente die restliche Teichfläche den Sommerfeldern zum Eislaufen. Später wurde der Anger dann aber komplett zugeschüttet.
Planungen zur Umgestaltung des Sommerfelder Angers aus den 1990er Jahren wurden, bedingt durch eine knappe Gemeindekasse, verworfen. Was bis heute vorzufinden ist: mit Schutt verfüllte Grünflächen und ein Spielplatz. Der Zustand des Sommerfelder Dorfangers ist nicht zufriedenstellend!
